“Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Anlage übersende ich Ihnen eine Kurzinformation über meine Veröffentlichung, die ich im Alter von 83 Jahren noch abgeschlossen habe:
Rumäniens steiniger Weg von der Ceaușescu-Diktatur bis zur fragilen Demokratie
Auszug aus der Veröffentlichung:
Vorwort
Ich möchte die Frage beantworten, warum mich Rumänien seit 1970 so stark bewegt.
Eines Tages sagte mein Vater zu mir: „Wir müssen unbedingt nach Bistrița fahren, um meinen alten Studienfreund Michael zu besuchen, mit dem ich an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig zwischen 1919 bis 1923 studierte.“ Wir beantragten in Deutschland ein 7-tägiges Visum nach Rumänien, was uns auch erteilt wurde. Mein Vater hatte Michael informiert, dass wir am 6. Juni 1970 auf dem Flughafen București-Otopeni in București ankommen würden. Als wir auf dem Flughafen gelandet waren und unsere Koffer am Zoll abholen wollten, wurden wir von zwei „Zollbeamten“ in ein Zimmer geführt. Sie stellten folgende Fragen:
1. Wer schickt sie nach Rumänien?
2. Haben sie Kontakte zur deutschen Minderheit in Rumänien?
Mein Vater, der damals 74 Jahre alt war, beantwortete die Fragen wahrheitsgerecht: Er wolle seinen alten Studienfreund Michael besuchen. Wir hatten das Gefühl, dass die Securitate Beamten den Grund unserer Reise bereits wussten. Es war eine erniedrigende Behandlung von „bildungsfernen Individuen“. Nach einem 2-stündigen Verhör wurde uns erklärt, dass wir für die Nacht in einem auf dem Flughafengelände befindlichen Hotel interniert werden würden. Das Hotel durften wir während des Tages nicht mehr verlassen. Am nächsten Tag wurden wir mit dem nächsten Flug nach Deutschland als „unerwünschte Personen“ ausgewiesen. Mein Vater war über diese Behandlung sehr empört. Er sagte: „So wie diese kommunistischen Kerle uns behandeln, so behandeln sie ihr eigenes rumänisches Volk. Diesen Kommunisten sieht man die Dummheit und Brutalität an.“ Wir hatten für Pastor Michael und seine Familie zwei Koffer mit Lebensmitteln und Kleidung mitgenommen, die aber an sie nicht weitergeleitet wurden.
35 Jahre später – im Jahr 2005 – flog ich mit Tarom von München über Sibiu nach Cluj-Napoca. Als das Flugzeug über den Karpaten war, „schoss“ ich einige Fotos vom Fenster aus auf die Landschaft. Als die Stewardess dies sah, stürzte sie auf mich zu und belehrte mich: Rumänisches Hoheitsgebiet, fotografieren verboten. Auch meine Erklärung, dass die Satelliten jeden Quadratmeter dieser Erde aufgenommen hatten, ließ sie nicht gelten. Auch der Co-Pilot erschien und erklärte mir, dass fotografieren verboten sei und zu meiner Verhaftung nach der Landung führen könne. So wurden die Mitarbeiter geschult, die sich als „Vollstrecker“ der rumänischen Staatsgewalt aufspielten. Solche Menschen sind zu einem selbstbestimmten Leben und dem Abwägen von Entscheidungen nicht imstande.
Als ich in Cluj-Napoca auf dem Flughafen ankam, bemerkte ich ein großes Schild in der Ankunftshalle: Fotografieren verboten. Jetzt sind 17 Jahre vergangen und einiges hat sich verändert.”
Link catre Carte: https://www.reinlesen.de/9783969406076/rumaeniens-steiniger-weg-von-der-ceauescu-diktatur-bis-zur-fragilen-demokratie/
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